Wenn unsere Selbstbewertung stark von äußeren Bewertungen abhängig ist
Stressquellen in unserer Gesellschaft
Die Selbstbewertung ist eine wesentliche Einflussgröße für unser Befinden, Verhalten und Handeln.
Der Prozess der Selbstbewertung läuft ständig ab – bewusst und unbewusst. Das bedeutet: Unsere Wahrnehmung von uns selbst verändert sich fortlaufend und ist niemals vollkommen statisch.
Sie beeinflusst, wie sicher wir uns fühlen und damit auf die Umwelt, andere Menschen und Herausforderungen zugehen.
Dabei geht es nicht um eine nach außen gezeigte Überlegenheit, hinter der sich häufig Unsicherheit verbirgt. Vielmehr geht es um eine innere Stabilität und ein gesundes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und den eigenen Wert.
Sind wir gut in uns selbst verankert und verfügen über ein gesundes Ur- und Selbstvertrauen, wird unsere Selbstbewertung weniger stark von äußeren Faktoren abhängig.
Kritik oder negative äußere Reize können dann mit Abstand betrachtet und durch unsere innere Weisheit eingeordnet werden. Wir behalten die Möglichkeit, bewusst zu wählen, wie wir äußere Situationen interpretieren und worauf wir unsere Aufmerksamkeit, Gedanken, Emotionen und letztendlich unser Handeln ausrichten.
Wenn das Ego unsere Selbstbewertung bestimmt
Je stärker unser Selbstwertgefühl durch unser Ego beeinflusst wird, desto abhängiger werden wir von äußeren Bewertungen.
Unser Ego sucht Sicherheit häufig über äußere Faktoren wie beruflichen Erfolg, Status, Leistung oder Anerkennung. Werden diese Faktoren in Frage gestellt oder fallen sie weg, kann auch unser Selbstwertgefühl ins Wanken geraten.
Unser inneren Prägungen & Denkmuster
Nicht nur äußere Einflüsse bestimmen unsere Selbstbewertung. Auch unsere inneren Prägungen, Glaubenssätze und persönlichen Antreiber erzeugen Erwartungen und Anforderungen an uns selbst.
Werden diese selbst auferlegten Erwartungen nicht erfüllt, kann dies unsere Selbstbewertung ebenso erschüttern.
Wenn wir innere und äußere – oder vermeintlich äußere – Anforderungen erfüllen oder sogar übertreffen, entsteht häufig ein Gefühl von Stärke und Selbstwert. Erleben wir hingegen, dass wir diesen Anforderungen nicht gerecht werden, kann ein Gefühl von Minderwertigkeit entstehen.
Äußere wie innere Faktoren bedrohen unser Selbstbild ständig
Wir Menschen erleben ein negatives Selbstbild häufig als Bedrohung. Deshalb versuchen wir, unser Selbstbild zu schützen und zu verteidigen.
Typische Strategien, mit denen wir versuchen, ein instabiles Selbstwertgefühl auszugleichen oder zu schützen, können sein:
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die Suche nach Anerkennung und Bestätigung
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sich zurückziehen oder verbergen
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das Gefühl, eine bestimmte Rolle spielen zu müssen
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Schwierigkeiten, Kritik anzunehmen
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sich rechtfertigen und erklären
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sich verteidigen
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Gegenangriffe starten
Je weniger wir unser Selbstbild aus uns selbst heraus und durch unsere innere Weisheit stabilisieren können, desto stärker reagieren wir möglicherweise auf Kritik oder vermeintliche Bedrohungen.
Wir können blockieren, uns abgrenzen, uns verteidigen oder in den Gegenangriff gehen.
Weg von diesem Druck zu mehr Zufriedenheit.
Der bewusste Blick auf unsere inneren und vermeintlich äußeren Anforderungen ist ein wichtiger Schlüssel für eine stabile Selbstbewertung.
Wenn wir erkennen, welche Erwartungen tatsächlich aus unserem eigenen Wesen entstehen und welche durch Prägungen, Glaubenssätze oder das Bedürfnis nach Anerkennung geprägt sind, entsteht mehr innere Freiheit.
So können wir langfristig mehr Zufriedenheit, Lebensfreude und mentale Stabilität entwickeln.